Vormittags werden Kurse (Grund- und Aufbaukurse) in den bekannten Schulfächern angeboten. Die SchülerInnen entscheiden sich selbst bestimmt für oder gegen die Teilnahme. Haben sie sich für einen verabredeten Zeitraum entschieden, gilt ihre Zusage als verbindlich. Die Inhalte der Kurse orientieren sich an den Interessen der SchülerInnen, sowie dem Berliner Rahmenplan für die Sekundarstufe I (Integrierte Sekundarschule). Das Schuljahr ist in Quartale aufgeteilt. Die Schüler und Schülerinnen wählen in jedem Quartal ihre Kurse neu. Die Kursangebote, Werkstätten, Arbeitsgemeinschaften usw. sind im Angebotsheft für die Schüler nachzulesen. Dort sind auch die Kursinhalte, Zugangsvoraussetzungen, Abschlussscheine aufgeführt.
Wer gerade an keinem Kurs teilnimmt, beschäftigt sich in der Freiarbeit z.B. mit dem Nacharbeiten von Inhalten des Kurses oder arbeitet an einem selbst gewählten Thema. Die Teammitglieder stehen auch zu den Freiarbeitszeiten für Fragen und Hilfe zur Verfügung.
Sport findet an zwei Nachmittage pro Woche in der Max-Schmeling-Halle im Prenzlauer Berg statt.
Nachmittags werden wieder verschiedene Kurse und Arbeitsgemeinschaften (z.B. Computer, Latein, Rollenspiel, Theater, Band) angeboten. Es gibt Zeit zur Freiarbeit. Der Mädchentreff findet nach Bedarf statt.
Mittwochs findet unsere Schulversammlung statt, in der alle Regeln des Zusammenlebens im Schulalltag festgelegt werden. Die Teilnahme ist freiwillig. In diesem Schuljahr hat die Schulversammlung erstmals auch ein eigenes Finanzbudget in Höhe von 500,00 Euro pro Halbjahr. Für Ansagen, die alle erreichen sollen, gibt es Meetings. Bei Vorfällen, die eine schnelle Reaktion erfordern (Diebstahl, Gewalt), wird eine Notschulversammlung einberufen. Die Teilnahme an diesen beiden Versammlungsformen ist verpflichtend.
Ab Klasse 7 haben wir in jedem Halbjahr eine bzw. zwei Praktikumswochen. Für diese Zeit suchen sich die Schüler einen Betrieb, in dem sie arbeiten, um verschiedene Berufsfelder kennen zu lernen. Ein Mitglied des Schulteams besucht sie beim Praktikum. Die Praktikumsmappe ist ab der neunten Klasse verbindlich. Sie enthält Materialien über den Betrieb, einen Bericht über die Erlebnisse und Erfahrungen während des Praktikums, sowie darüber, ob dieser Betrieb für andere Schüler empfehlenswert ist. Eine Einschätzung durch den Betrieb ist ebenfalls dabei.
Einmal pro Schuljahr fahren wir auf Schulfahrt. Die Vorbereitungen dazu trifft die Schulfahrtgruppe, in die jeder kann, der sich dafür interessiert. Diese Gruppe schlägt allen geeignete Orte vor. Die Auswahl erfolgt dann von allen per Abstimmung auf einem Meeting.
Thematische Kursfahrten und Sprachreisen finden auch seit einiger Zeit regelmäßig statt. Genaueres wird in den jeweiligen Kursen besprochen.
Öfter als einmal übernachten wir in der Schule. Das können Schüler oder Erwachsene vorschlagen. Die Anlässe denken wir uns aus. Manchmal gibt es Filme, manchmal Rollenspiel. Für das Essen sorgen alle gemeinsam.
Schülermitbestimmung gibt es nicht nur in der Schulversammlung. Jedes Schuljahr werden Schülersprecher gewählt. Sie nehmen an den Teamsitzungen und zu bestimmten Themen auch an der Vorstandssitzung des Schulträgers teil. Ihre Aufgabe ist es, die Themen der SchülerInnen im Team zu vertreten. Oft leiten sie auch die Meetings und Notschulversammlungen.
Unser Vertrauenslehrersystem ist bewährt und funktioniert so: jedes Schuljahr wählen sich alle SchülerInnen ihre/n Vertrauenslehrer/in neu aus. Wieviele SchülerInnen pro Teammitglied betreut werden, ist verschieden. Die Vertrauenslehrer führen das Anfangsgespräch und die Halbjahresgespräche und schreiben die Jahresbriefe. Sie sind die ersten Ansprechpartner für Eltern und SchülerInnen bei Fragen, Freuden und Sorgen.